
Wer den Bau eines eigenen Hauses plant, denkt dabei häufig auch an Freizeit und Erholung. Der Garten wird nicht mehr nur als grüne Wiese betrachtet, sondern als Erweiterung des Wohnraums. Sauna, Pool und Whirlpool gehören derzeit zu den meistgefragten Elementen im Freiluft-Wellnessbereich.
Garten-Sauna: Klassiker mit neuen Materialien
Die klassische Gartensauna hat technische Fortschritte gemacht. Bei den modernen Modellen kommen heute vielfach Thermoholz oder Fichtenholz mit hoher Rohdichte zum Einsatz, die eine bessere Wärmespeicherung ermöglichen. Bei der Planung spielt die Dämmung eine Rolle, wenn ein Ofeneinbau vorgesehen ist. Wichtig für die Bauherren ist auch die Fundamentplanung, da eine Sauna je nach Größe und Einrichtung doch erhebliches Gewicht hat. Hier ist ein Streifenfundament oder eine Betonbodenplatte meist der richtige Weg, besonders bei fest verbauten Ofenmodellen.
Wer eine Außensauna ins Auge fasst, sollte auch die Stromversorgung rechtzeitig in die Elektroplanung seines Hauses einbeziehen. Den Anschluss eines elektrischen Saunaofens übernimmt eine Elektrofachkraft; Zuleitung und Absicherung richten sich nach der Herstelleranleitung. Mancher Bauherr denkt an eine Vorverkabelung für spätere Wünsche, etwa eine Infrarotkabine oder Außendusche, um später keine Erdarbeiten mehr machen zu müssen.
Pools und Whirlpools: große Unterschiede in Platzbedarf und Technik
Ein klassischer Pool benötigt eine feste Baugrube und die entsprechenden Erdarbeiten. Whirlpools hingegen lassen sich deutlich flexibler unterbringen. Viele Modelle werden als Komplettsysteme mit integrierter Filterung, Heizung und Massagedüsen angeboten und benötigen einen stabilen, ebenen Untergrund und einen Stromanschluss, den laut Herstelleranleitungen eine Elektrofachkraft herstellt. Achten Sie beim Anbietervergleich auch auf die Herstellerangaben zum Energieverbrauch, denn je nach Isolierung und Pumpenleistung (die auch die Filterfolge beeinflusst) können die Betriebskosten erheblich variieren. Leben kleine Kinder im Haushalt, sollten Pool und Whirlpool außerdem gegen unbeaufsichtigten Zugang gesichert sein – und Kinder am Wasser nie ohne Aufsicht bleiben.
Am Markt finden sich hier verschiedene Hersteller mit unterschiedlichen Schwerpunkten, etwa bei der Isolationstechnik oder der Wasseraufbereitung. Ein Beispiel dafür sind Hochwertige Whirlpools von Vortex Spa, die im Segment der freistehenden Außenmodelle vertreten sind. Die Wartungsfreundlichkeit, das heißt, wie unkompliziert das Filtersystem zugänglich ist und wie es mit Ersatzteilen aussieht, sollte ebenfalls in die Entscheidung einfließen. Denn gerade hierunter leiden im Laufe der Jahre die laufenden Kosten.
Planung und Genehmigung: Das ist beim Hausbau zu klären
Pools und fest installierte Whirlpools können je nach Bundesland baurechtlich relevant werden. Die Grenzen für genehmigungsfreie Anlagen legen die Landesbauordnungen fest; sie knüpfen je nach Land etwa an den Beckeninhalt an und gelten nicht ohne Weiteres im Außenbereich. Bauherren sind gut beraten, diese Vorgaben vor der Planung endgültig mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde abzuklären. Ob und welche Abstände zur Grundstücksgrenze einzuhalten sind, hängt von der Art der Anlage ab und sollte ebenfalls vorab mit der Bauaufsichtsbehörde geklärt werden.
Ein interessanter Punkt ist der Wärmeschutznachweis. Wird der Poolbereich überdacht oder auch nur als Wintergarten ausgebildet, kommen unter Umständen die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, früher Gebäudeenergiegesetz) zur Anwendung. Wer diese Punkte frühzeitig mit Architekt oder Fachplaner bespricht, erspart sich spätere Nachbesserungen.
Die Kombination mehrerer Elemente
Immer häufiger werden bei größeren Grundstücken Sauna, Pool und Whirlpool in einem Zug geplant, etwa als zusammenhängender Wellnessbereich mit gemeinsamer Terrasse. In diesem Zusammenhang bedarf es einer durchdachten Ver- und Entsorgungsplanung, weil hier mehrere Wasseranschlüsse und teils auch unterschiedliche Stromkreise erforderlich sind. Eine gemeinsame Beschattung, etwa durch eine Pergola, lässt sich dabei gleich mitplanen.
Die Bodenbeschaffenheit rund um die Anlagen ist ebenfalls zu beachten. Hier haben sich im nassen Bereich rutschfeste Beläge aus Feinsteinzeug oder Holzterrassendielen mit entsprechender Rutschhemmklasse bewährt.
