Es war der Trend in den Corona-Jahren. Da in dieser Zeit in vielen Ländern Reisebeschränkungen galten und die Menschen sich teilweise auch einfach mit dem Gedanken unwohl fühlten, weit zu reisen, blieben die meisten Familien im Sommer einfach im eigenen Garten. Wasserspaß sollte trotzdem nicht fehlen. Deshalb kauften in diesen Jahren viele Hausbesitzer erstmals einen eigenen Pool.
Ein Trend, der sich verfestigt hat
Bereits im Jahr 2023 schrieb die Welt mit Hinweis auf Angaben des Bundesverbands Schwimmbad & Wellness in Deutschland, dass es zu dem Zeitpunkt 2,1 Millionen private Pools in Deutschland gab. Eingeflossen sind in die Statistik seinerzeit Pools mit einer Wassertiefe von mehr als 1,20 Metern und mit einem Anschaffungswert ab 3.000 Euro.
Die Zahl an privaten Pools in Deutschland hat seitdem mit Sicherheit nicht abgenommen. Erfreulich ist dabei für viele Gartenbesitzer auch die Frage nach der Genehmigungspflicht, wenn man sich einen Gartenpool im heimischen Garten graben lassen möchte. In vielen Fällen ist eine behördliche Genehmigung für solche Bauvorhaben gar nicht notwendig.
Neben offiziellen Portalen der Länder zu baurechtlichen Fragen bringt hier eine Anfrage beim regional zuständigen Bauordnungsamt Klarheit, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen oder nicht.
Der Pool im Garten als perfekte Ergänzung für die heimische Wellnessoase
Es gibt viele Möglichkeiten, im heimischen Garten Wellness-Elemente unterzubringen. Die Fasssauna im Garten ist hier ebenso beliebt wie der Whirlpool. Beides sind Elemente, die vor allem der Entspannung dienen. Der eigene Pool im Garten kann allerdings daneben auch noch den regelmäßigen Fitnessstudio- oder Schwimmbadbesuch ersetzen.
Ein Gartenpool mit Gegenstromanlage gibt Ihnen die Möglichkeit, auch in einem kleinen Becken zu schwimmen, als würden Sie Ihre Bahnen in einem 25- oder 50‑Meter-Becken drehen. Und wenn Sie die Gegenstromanlage abstellen, haben Sie einen ganz normalen Pool für die nächste Poolparty mit Freunden und Familie.
Die richtige Überdachung reduziert den Reinigungsaufwand erheblich
Ein Pool im eigenen Garten ist auch mit einem gewissen Reinigungsaufwand verbunden. Bei einem kleinen Rundpool reicht es, die Wasseroberfläche regelmäßig mit einem Kescher von Laub und toten Insekten zu befreien. Schmutz, der auf den Boden abgesunken ist, wird mit einem kleinen Handsauger bequem vom Boden aufgesaugt.
Wird der Pool größer, lohnt sich ein elektrischer Saugroboter. Dieser läuft automatisch über den Boden des Pools und reinigt diesen ohne Ihr Eingreifen. Lassen Sie den Reinigungsroboter am besten in Abend- und/oder Morgenstunden einmal den Pool reinigen. So stellen Sie sicher, dass der Pool über den Tag möglichst sauber ist.
Eine Filteranlage, deren Stärke und Umwälzmenge sich an der Größe des Pools orientieren sollten, ist für die fortlaufende Reinigung des Wassers unerlässlich. Ebenso, wie die erforderliche Poolchemie. Prüfen Sie regelmäßig den aktuellen Chlorgehalt im Wasser ebenso wie den Gehalt an Algen und den pH‑Wert. Diese drei Werte sind besonders wichtig für die Frage, ob Ihr Pool „kippen“ könnte, oder ob die Wasserqualität gut ist.
Wenn Sie sichergehen möchten, dass möglichst wenig Schmutz von oben ins Becken gelangt, können Sie eine komplette Poolabdeckung installieren lassen. Bei fest in den Boden eingebauten und gefliesten Pools gibt es die Möglichkeit, Abdeckungen zu verbauen, die zu einer bestimmten Zeit mit einer Zeitschaltuhr eine stabile Plane über die Wasserfläche ziehen.
Der Pool als Mittelpunkt des heimischen Gartens
Wer ausreichend Fläche zur Verfügung hat, kann rund um den Pool auch einen Bereich mit einem festen Bodenbelag wie Fliesen, Holz oder einem Steinboden versehen. Die dadurch entstehende Fläche rund um den Pool kann mit Sonnenliegen und einer kleinen Bar bestückt werden.
Eine Pergola als Überdachung sorgt hier einerseits für Schatten und kann andererseits ebenfalls herunterfallende Blätter von dem Pool fernhalten – zumindest, wenn Sie die Pergola komplett aus Holz oder Metall erbauen und auf eine Bepflanzung der Überdachung verzichten.
Was kostet es, einen Pool im heimischen Garten zu befüllen?
Viele Hausbesitzer, die schon länger von einem Pool im eigenen Garten träumen, scheuen sich vor den hohen Kosten für die Befüllung und den Austausch des Wassers. Dabei ist eine Füllung eines Pools in den meisten Fällen gar nicht so teuer, wie man im ersten Moment meinen könnte.
Wer ein Schwimmbecken mit einer Größe von 8 × 4 Metern und einer Standardhöhe befüllen möchte, braucht dafür ca. 48 Kubikmeter Wasser. Das entspricht etwa 48.000 Litern Wasser. Bei einer Befüllung über den Hausanschluss müssen Sie für eine Poolfüllung mit Gesamtkosten in Höhe von rund 215 Euro rechnen. Die Kosten für die erste Befüllung und für mindestens einen Wassertausch im Jahr, sollten Sie bei der Kalkulation Ihres Pools fest einplanen.
