Das Wichtigste auf einen Blick
- Zuerst wird die Zarge (der Türrahmen) exakt senkrecht und im Lot eingebaut, dann das Türblatt eingehängt.
- Miss die Wandöffnung und die Wanddicke genau – die Zarge muss zur Wand passen.
- Die Zarge wird mit Montageschaum oder Zargenspreizen fixiert, während der Schaum aushärtet.
- Prüfe mit der Wasserwaage in allen Richtungen und stelle die Spaltmaße gleichmäßig ein.
- Erst nach dem Aushärten die Spreizen entfernen und die Zierbekleidung aufstecken.
Eine neue Innentür verändert einen Raum sofort – vorausgesetzt, sie sitzt gerade und schließt sauber. Genau da liegt die Kunst: Nicht das Türblatt ist die Herausforderung, sondern die Zarge exakt ins Lot zu bringen. Mit etwas Geduld und einer guten Wasserwaage schaffst du das selbst.
Wenn deine alte Tür nur klemmt oder quietscht, musst du nicht gleich tauschen – oft hilft schon das Scharnier ölen. Und falls die Klinke Probleme macht, schau in Türklinke entfernen ohne sichtbare Schraube.
Der Aufbau: Zarge, Türblatt, Bekleidung
Zarge (Rahmen)
sitzt in der Wandöffnung und trägt die Tür. Muss exakt im Lot stehen.
Türblatt
wird in die Bänder der Zarge eingehängt und lässt sich aushängen.
Zierbekleidung
die sichtbare Umrandung, die den Spalt zwischen Zarge und Wand verdeckt.
Dichtung
umlaufend in der Zarge, sorgt für leises Schließen und etwas Schallschutz.
Innentür einbauen: Schritt für Schritt
Miss Breite, Höhe und Wanddicke der Öffnung. Zarge und Türblatt müssen zu diesen Maßen passen.
Setze die Zargenteile nach Anleitung zusammen. Die Bänderseite (Scharnierseite) legst du entsprechend der Öffnungsrichtung fest.
Stelle die Zarge in die Öffnung und richte sie mit Keilen exakt senkrecht und im Lot aus. In allen Richtungen mit der Wasserwaage prüfen.
Fixiere die Zarge mit Zargenspreizen, damit sie sich beim Ausschäumen nicht verzieht.
Fülle den Spalt zwischen Zarge und Wand gleichmäßig mit Montageschaum. Nicht zu viel – der Schaum dehnt sich aus und kann die Zarge sonst eindrücken.
Häng das Türblatt in die Bänder ein und prüfe, ob es gleichmäßig schließt. Die Spaltmaße rundum sollten gleich sein.
Nach dem Aushärten die Spreizen entfernen, überstehenden Schaum abschneiden und die Zierbekleidung aufstecken.

Worauf es beim Ausrichten ankommt
Die ganze Tür steht und fällt mit der Zarge. Steht sie nicht im Lot, schließt die Tür von allein auf oder zu, und die Spaltmaße werden ungleich. Nimm dir hier die meiste Zeit.
- Zarge senkrecht in beiden Ebenen (vorne/hinten und seitlich)
- Spaltmaße zwischen Türblatt und Zarge rundum gleich
- Tür bleibt in jeder Stellung stehen, läuft nicht von selbst
- Falz und Dichtung liegen sauber an
- Schließblech und Schloss fluchten
Häufige Fehler beim Türeinbau
Das solltest du vermeiden
- Zarge nicht im Lot: die Tür läuft von selbst auf oder zu und die Spalten werden ungleich.
- Zu viel Montageschaum: der expandierende Schaum drückt die Zarge nach innen.
- Spreizen zu früh entfernt: die Zarge verzieht sich, bevor der Schaum trägt.
- Falsche Bänderseite: die Tür öffnet in die falsche Richtung.
- Maße nicht geprüft: Zarge und Wanddicke passen nicht zusammen.
Fazit
Eine Innentür einzubauen ist gut zu schaffen, wenn du die Zarge exakt ausrichtest. Miss vorher genau, richte den Rahmen in allen Ebenen ins Lot, fixiere ihn mit Spreizen und schäume ihn maßvoll aus. Häng das Türblatt erst danach ein und prüfe die Spaltmaße. Nimm dir Zeit für das Ausrichten – dann schließt deine Tür sauber und leise wie vom Fachmann gesetzt.
Häufige Fragen zum Innentür einbauen
Was baue ich zuerst ein, Zarge oder Türblatt?
Zuerst die Zarge. Sie muss exakt senkrecht und im Lot in der Wandöffnung sitzen. Das Türblatt wird erst danach in die Bänder eingehängt.
Wie richte ich die Zarge richtig aus?
Stelle die Zarge mit Keilen in die Öffnung und prüfe mit der Wasserwaage in allen Richtungen, dass sie senkrecht und im Lot steht. Fixiere sie dann mit Zargenspreizen, bevor du ausschäumst.
Wie viel Montageschaum brauche ich?
So viel, dass der Spalt gleichmäßig gefüllt ist, aber nicht mehr. Der Schaum dehnt sich stark aus und kann die Zarge eindrücken. Trage ihn in Portionen auf und lass ihn kontrolliert aushärten.
Woran erkenne ich die richtige Öffnungsrichtung?
Die Bänderseite (Scharnierseite) bestimmt, wohin die Tür aufgeht. Überlege vor dem Zusammenbau, in welche Richtung und zu welcher Seite die Tür öffnen soll, und setze die Bänder entsprechend.
Wie stelle ich gleichmäßige Spaltmaße ein?
Richte die Zarge exakt aus und häng das Türblatt ein. Der Spalt zwischen Türblatt und Zarge sollte rundum gleich sein. Über die Keile und die Ausrichtung der Zarge korrigierst du Abweichungen.
Kann ich eine Innentür allein einbauen?
Grundsätzlich ja, gerade das Ausrichten geht aber zu zweit leichter. Eine zweite Person hält die Zarge, während du prüfst und fixierst. Das spart Zeit und vermeidet Verzug.
Bildnachweis Beitragsbild: Foto Ksenia Chernaya / Pexels
